Trans Swiss Trail

 

Vom Jura führt die Fernwanderung durch das Seeland in die Region Bern. Via Emmental und Entlebuch geht es zum Sarner- und Vierwaldstättersee. Auf legendären Säumerpfaden erreicht man den höchsten Punkt der Route am Gotthard und zieht auf der Strada alta hoch über der Leventina hinein in die Südschweiz.

Der Trans Swiss Trail umfasst 32 Etappen und ist 488 Kilometer lang. Dank des dichten öffentlichen Verkehrsnetzes sind Abkürzungen und das Umsteigen auf Bahn, Bus oder Schiff jederzeit möglich.


Etappe 1 Von Porrontruy nach St. Ursanne 12.05.2018

Bein herrlichem Sonnenschein und angenehmen Wandertemperaturen sind wir heute mit dem Zug ins Jura gefahren. Nach 1 1/2 Stunden kamen wir am Ausgangspunkt unserer Wanderung an. In Porrontruy. Dieses Örtchen war schon sehr schön. Fast wie ausgestorben lag es vor uns. Und dann standen wir nach kurzer Zeit schon mitten im Wald. Wir staunten über die wundervolle, mittlerweile kraftvoll grüne Natur. Immer wieder ging es streng bergauf. Jay`s Knie machte gut mit. Wir machten Trinkpausen und genossen einfach mal kurz die herrlichen Ausblicke. Es waren kaum Menschen unterwegs. Umso mehr waren wir erstaunt, als wir eine Gruppe deutscher Wanderer kreuzten, die es wagten mit Ihrem Doppelkinderwagen durch den steinigen, nicht ganz ungefährlichen Weg zu fahren. Die schweizer Wanderwege sind oft tükisch und gefährlich. Man hat Mühe im Tritt zu bleiben und muss aufpassen nicht zu stolpern oder zu stürzen. Die erste leckere Cervelas mit einem Stück Brot aus dem Rucksack rief uns immer mehr, je länger wir unterwegs waren. Wir fanden schon fast am Schluss eine Feuerstelle. Es war sehr windig. Strizzi gelang es trotzdem ein tolles Feuer zu zaubern. Und dann war es endlich soweit. Die erste Wurst über offenem Feuer. Ein tolles Gefühl. Wir sassen in der Wildblumenwiese und hörten dem abendlichen Grillenkonzert zu. Dann waren sie auf einmal da. Wolken.... wir packten zusammen und gingen weiter. Immerhin lagen noch 1 1/2 Stunden Weg vor uns. So steil wie es am Anfang war, ging es auch wieder hinunter. Jay hatte grosse Mühe mit dem Knie. Doch Strizzi half ihr tapfer. Als wir in St. Ursanne ankamen, liess sich die Sonne nochmals blicken. Herrlich dieses kleine Örtchen. Zum Bahnhof mussten wir wieder ein Stück den Berg hinauf laufen. Gerade noch rechtzeitig. Denn dieser kam sogleich um uns zwei müden Häufchen nach Hause zu bringen. Es war ein toller Tag. Und wir kommen wieder. Denn der Kanton Jura ist wunderschön. Und der Trans Swiss Trail noch sehr lang.